Kalter Wind, heißes Rennen - der 37. Frankfurt Marathon

von Matthias Stahl

Sonntag, 28.10.2018, 7:00 Uhr – los geht’s nach Frankfurt. Oli hatte sich gut eine Woche zuvor aufgrund seiner sehr guten, über die Saison aufgebauten Form entschieden, den dortigen Marathon unter die Füße zu nehmen. Matthias hatte sich kurzentschlossen am Freitag ebenfalls noch angemeldet, um ohne Druck zu probieren, was drei Wochen zuvor in Köln nicht funktioniert hatte. Das Wunschziel für beide: sub 3:30 h. Das primäre Ziel: den Marathon finishen.

Bei recht kühlen 6°C und einem frischen Wind ging es erst kurz vor dem Start um 10 Uhr in den Startblock. Begleitet und unterstützt von Kai und Olis Frau gab es die letzten Glückwünsche und Tipps, bevor Oli und Matthias motiviert, aber doch recht locker auf die Strecke gingen. Die ersten Kilometer wollten beide mit einer 5:00er Pace laufen, was aufgrund der überfüllten Strecke und zahlreicher „falsch einsortierter“ Läufer auch das mögliche Maximum darstellte. Die vielen Ausweich- und Überholmanöver halfen nicht unbedingt, in den Flow zu kommen. Dieser stellte sich dann jedoch ab Kilometer 10 ein, sodass sich das Tempo wie von selbst etwas steigerte. Oli und Matthias hatten schon vor dem Rennen entschieden, den Marathon gemeinsam anzugehen, um unterwegs zu sehen, wie es laufen würde. Es lief gut und so passierten die Beiden die HM-Marke nach 1:43:29 h.

Die zweite Hälfte eines Marathons ist die entscheidende. Und nach 25 Kilometern wurden die Beine etwas schwerer. Eine kontrollierte Temporeduzierung auf den nächsten Kilometern sorgte jedoch dafür, dass das Ziel "Sub 3:30 h" immer noch realistisch war. Auf der vier Kilometer langen Gerade der Mainzer Landstraße musste Oli nicht nur sich selbst, sondern auch Matthias verstärkt motivieren, der ein kleines Tief überwinden musste. Die letzten 7 km führten dann wieder durch die Frankfurter Innenstadt zwischen den Hochhäusern hindurch – die Uhr immer im Blick, das Ziel im Visier. Zwei Kilometer vor dem Ziel zog Oli das Tempo noch einmal etwas an und nahm Matthias so noch ein paar Sekunden ab. Doch beide erreichten den roten Teppich in der Festhalle in unter 3:30 h und konnten das emotionale Finish mit ihrem größten Marathonerfolg krönen – ein überaus gelungener Saisonabschluss, der auch durch vorübergehende muskuläre Probleme bei Matthias nicht getrübt werden konnte.

 

Die Zeiten:

Oli 3:28:16 (PB)

Matthias 3:28:30 (PB)

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