Mer losse de Dom in Kölle... - Cologne Triathlon Weekend

von Sebastian Klöckner

Am Samstag den 01.09.18 begab ich mich zu dieser ominösen Kapellenstadt am Rhein um am „Cologne Triathlon Weekend“ die olympische Distanz in Angriff zu nehmen.

Als Unterstützung begleiteten mich mein Vater und mein Sohn Till. Punkt 08:30 Uhr ging die Fahrt los und wurde schon zu einer Nervenprobe. Vollsperrungen auf der B8, der A1 bei Köln und einige Umleitungen sorgten dafür, dass wir den Fühlinger See erst um 11:00 Uhr erreichten. Genau eine Stunde vor meinem Start um 12:00 Uhr… Wettkampfvorbereitung Level 1000 J

Also schnell alles aus der Karre, Rad zusammengesetzt, Utensilien gepackt und mit beschleunigtem Schritt nach vorne zur Ausgabe der Startunterlagen. Als um 11:40 Uhr über Lautsprecher zur Wettkampfbesprechung gerufen wurde, stand ich mit bereits erhöhtem Pulsschlag noch verloren in der Wechselzone um dort alles vorzubereiten. Zu diesem Zeitpunkt noch keinen Neo an, nichts mehr gefuttert, nichts getrunken… Also Gummipelle an und im Laufschritt (erneut!) zum Startbereich gerannt, meinem Vater und Till noch schnell tschüss gesagt und etwa 11:50 Uhr extrem gestresst und hungrig  ins Wasser gesprungen und zum Start geschwommen….

Und los geht’s!

Pünktlich 12:00 Uhr ertönte das Startsignal und das gesamte Feld setzte sich rudernd, schlagend, prustend und irgendwie über Wasser haltend in Bewegung. Es dauerte etwas bis sich alles verteilt hatte und man in seinem Rhythmus war. Da schwimmen ja bekanntlich meine Paradedisziplin ist muss ich gestehen, das ich doch einigermaßen gut zurecht kam und die 1500 Meter nach 34 Minuten bewältigt hatte. Für mich eine relativ akzeptable Zeit auf die ich mich schon eingestellt hatte.

Raus aus dem Wasser und während des Spurt die Gummihaut so gut es ging schon runtergezogen. Am Bike dann Socken, Schuhe, Helm, Brille auf und ab dafür …. Hier in Köln war die Radstrecke statt 40km auf 45 km erweitert und bedeutete 3x15 km mit Wendepunktstrecke zu fahren.

Tempo ging von Beginn gut ab und auf der flachen aber windanfälligen Strecke hieß es ordentlich Treten. Windschattenfahrverbot wurde auch weitgehend eingehalten, es gab allerdings hier und da einige kleine Diskussionen …naja egal. Hier konnte ich dann auch mittels Gel und Riegeln etwas in den Magen bekommen. Wegen der tiefgegriffenen Aeroposition auf meinem Rennrad (leider kein TT-Rädchen am Start) versteifte sich bei Kilometer 32 mein unter Rückenbereich, was mich extrem  beschäftigte und doch etwas aus dem Konzept brachte, da ich gezwungen war eine entspanntere Position einzunehmen. Als dann noch bei Kilometer 40 ein Gel aus meiner Oberrohrtasche fiel, in der Kette zerrissen wurde und meine Beine sowie das Rad mit einer zähklebrigen nach Apfel duftenden Pampe überzog , feierte ich den Tag !

Aber egal…. Nach 45 Kilometer erreichte ich wieder die Wechselzone, entledigte mich Rad und Helm, schlüpfte in die Lauftreter und ging auf den 10 Kilometerlauf. Zu Beginn ging es wie ich es mir gewünscht hatte und konnte in einer Pace von etwa 4:08 min/km ordentlich Boden gutmachen. Dann meldete sich bei km 6 erneut der Rücken und bremste mich richtig fies aus, was mich zu einzelnen kurzen Trabpausen zwang. So verging der Rest des Laufes unter permanentem Gefluche und Selbstantreiben.

Mit einer Zieleinlaufzeit von insgesamt 2:52 h blieb ich hinter meinen Erwartungen weit zurück.

Im Zielbereich traf ich dann meine beiden Begleiter wieder und nach drei hinuntergestürzten Erdinger Alkoholfrei traten wir die Heimreise an. Alles in allem war der Wettkampf (nun mit etwas Distanz dazwischen), mit all seinen Tiefpunkten, doch sehr schön, fordernd und sehr gut für den eigenen Durchhaltewillen…. Nächstes Jahr wieder, aber dann auf der Mitteldistanz.

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