Pleiten, Pech und Pannen - der 36. Sprint-Triathlon der SG Mörsbach

von Matthias Stahl

Wie schon vor 3 Jahren gingen in Dickendorf nur Michael und Kai für die Basaltköppe an den Start. Michael hatte über den Winter und auch draußen einige Rennradkilometer gesammelt, dafür fehlten ihm einige Laufkilometer. Bei Kai war es genau umgekehrt. Über Winter war er kaum gelaufen und hatte so langsam wieder einige Laufkilometer absolviert und seine Formkurve zeigte nach oben. Dafür fing er erst zwei Wochen vor Mörsbach an, sich überhaupt mal aufs Rennrad zu setzen - ohne die 100 Kilometermarke erreicht zu haben. Die Wettervorhersage mit 29 Grad und Dauersonne sorgte bei den beiden „Nichtsonnenanbetern“ nicht gerade für Euphorie im Vorfeld.

Als Erster ging Kai in das kühle Nass und verließ dieses nach 6:07,1 Minuten im Rahmen seiner nicht vorhandenen Möglichkeiten. Noch guter Dinge verlief der Wechsel aufs Rad sehr schleppend. Aus Dickendorf heraus bemerkte er direkt, dass sich wohl ein Wirbel verschoben hatte und er wenig Luft bekam. Deshalb musste er etwas Tempo herausnehmen, obwohl die Beine mehr wollten. Auch beim Wechsel zum Laufen lies er einige Zeit liegen. Nach einer noch akzeptablen Radzeit von 50:49,1 ging es auf die Laufstrecke. Hatte er erst noch die Hoffnung er könne die Wirbelblockade herauslaufen, so wurde er eines Besseren belehrt. Es trat keine Besserung ein und in der starken Mittagssonne wurde das Laufen zur Qual. Mehrmals dachte er zwischendurch daran aufzugeben, entschied sich jedoch durchzuhalten und fiel nach einer für ihn enttäuschenden Laufzeit von 31:35,1 regelrecht ins Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 1:28:32,0 war er gut 5 Minuten langsamer als vor 3 Jahren. Unglücklich über die Zeit, aber zufrieden wenigsten gefinisht zu haben.

Bei Michael lief das Schwimmen auch ohne vorheriges Training besser als bei der letzten Teilnahme. Bereits nach 4:48,2 war sein „Badespaß“ beendet. Aber auch ihm misslang der Wechsel aufs Rad und er ließ einige Zeit dabei liegen. Trotzdem ging es motiviert aufs Rad, wo er seine gute Trainingsleistung auch im Wettkampf bestätigen wollte. Leider war sein 2. Wechsel ebenfalls sehr fehlerbehaftet und somit war der Radsplitt mit 49:34,0 noch okay. Dabei muss man berücksichtigen, dass beim Radsplitt nicht die reine Fahrtzeit, sondern auch beide Wechsel mit eingerechnet werden. Die reine Nettoradzeit war sicherlich im Rahmen der eigenen Erwartungen. Beim Laufen kam jedoch der Mann mit dem Hammer. Michael musste der Hitze geschuldet längere Strecken gehen, da sein Puls die 200er Marke bereits überschritten hatte. Auch er ließ sich nach dem Ziel vollkommen ausgepumpt auf den Boden fallen. Seine Laufzeit betrug 36:47,2 und die Gesamtzeit 1:31:09.6. Somit war er knapp 3 Minuten langsamer als beim letzten Mörsbachman, was aber an seiner Laufzeit lag.

Im Ziel wurde die beiden Unzufriedenen von den Teamkameraden Paul, Sascha und Matthias mit guten Worten (oder waren es dumme Sprüche?) und Beers wieder aufgebaut.

Nach dem ersten Frust kam direkt die Motivation, es im nächsten Jahr wieder besser zu machen. Sascha und Matthias waren von dem Event ebenfalls so angefixt, dass sie ebenfalls eine Teilnahme für 2023 zugesagt haben. Unter diesen Umständen wollen Oli und Sebi sich sicherlich nicht die Blöße geben und auf eine Teilnahme verzichten…

 

Ergebnisse: https://runtix.com/sts/10050/2311/s1/-/-/YmFzYWx0

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