Teilnahme am Westerwald-Triathlon

von Sebastian Klöckner

Der 16.06.18 stand wieder ganz im Zeichen der Bewegung für die „Basaltköppe“. Dieses Mal international ;-)

Während Coach Kai Heuzeroth mit einem beachtlichen Urlaubslaufpensum von +100 km auf Mallorca die Locations für das „Basaltköppe Trainingslager 2019“ auskundschaftete, stellte sich Matthias Stahl der harten Herausforderung des „Stilfersjoch Marathon“. Bitte dazu unbedingt den von ihm verfassten hammermäßigen Artikel lesen!!!

Doch auch in der Wäller Heimat hieß es für Reiner Lichtenthaeler und Sebastian Klöckner an diesem Tag das (in diesem Falle etwas größere) Sporttäschchen packen und sich bei bestem Wetter nach Staudt zur 26. Ausgabe des „Westerwaldtriathlon“ zu begeben.

Ist es schon im Vorfeld einer Laufveranstaltung ein tolles Gefühl am Wettkampfort einzutreffen und die organisatorischen Dinge zu erledigen, setzt ein Triathlon dem Ganzen noch die Krone auf ;-).

Startunterlagen holen, erstes Infos zum Schwimmen einholen (Stichwort: darf der Neoprenanzug getragen werden??? :-) Bike und Equipment präparieren (insofern nicht geschehen), das Rad in der Wechselzone einchecken und ggf. von dort zur zweiten Wechselzone um seine Laufutensilien zu platzieren, usw. usw…. Ein herrliches kunterbuntes Treiben und tolles Adrenalingefühl in der Luft.

In Staudt wartete auf Reiner und mich an diesem Tag die Sprintdistanz, die sich aus 500m schwimmen, 20 km Rad fahren und abschließendem 5 km-Lauf zusammensetzt. Erfreulich das in Staudt das Schwimmen etwas kürzer ausfiel.

Der Start erfolgte nach einer Gruppeneinteilung etwas zeitversetzt. Dies hieß für mich um 14:25 Uhr Start der Schwimmdisziplin im 21°C warmen Weberweiher. Bei diesen Temperaturen und der kurzen Distanz kann man getrost auf seine Gummipelle verzichten.

Nach dem Startschuss wurde eine Runde entlang dreier Bojen gedreht um abschließend über eine Treppe das Gewässer zu verlassen und dann  im Laufschritt der Wechselzone 1 entgegengeeilt. Schwimmbrille, Badekappe in Windeseile weg, Socken an, Helm und Brille auf, das Rad gepackt und weiter zum Startbereich der Radstrecke. Im Laufschritt auf Bike draufgesprungen, versucht in die Schuhe reinzukommen und dann stark angetreten um Zeit gutzumachen.

Die Radstrecke bestand aus zwei Runden a 10 km und verlief mit minimalen Steigungen über Landstraßen um Staudt herum. Auf der ersten Runde kam es für mich nur sehr überraschend kurz vor dem Ende nach einer flachen Passage im Industriegebiet nach einer Rechtskurve plötzlich doch einen netten Anstieg vorzufinden. Uff, da hieß es doch schnell einmal runterschalten und sich kurbelnd zum nächsten Rundenstart den Berg hochtreiben. Besonders nett an diesem Anstieg die Message „Quäl Dich, Du Sau!“ die mit Kreide als Widmung für alle Athleten auf dieses Streckenstück gemalt wurde. So etwas tut einfach gut  und schiebt einen wirklich nochmal nach vorn. Danke dafür!

Zweite Runde verlief ebenfalls sehr gut und ich konnte mich gut durcharbeiten. Auch meine manchmal schleifende Flüssigkeitszufuhr wurde gut gedeckt. Oftmals ein Punkt den ich im Wettkampf leider auf dem Rad etwas vernachlässige, was sich unter Umständen dann bei der dritten Disziplin rächen kann.

Am Ende der zweiten Runde dann links Richtung Wechselzone 2 abgebogen, zeitig schon die Füße aus den Schuhen befreit und etwas Dampf rausgenommen um beim folgenden Laufen nicht mit voll verspannten Beinen loszulegen. An der Zonenmarkierung wurde mir dann von einem Helfer das Rad abgenommen, was einfach eine tolle Sache war und man sich somit direkt in gutem Tempo zu seinen Laufklamotten begeben konnte. Laufschuhe an, Helm gegen Kappe getauscht und dann hieß es über die Zeitmatte auf die Laufstrecke.

Im Gegensatz zum „Löwentriatlon“ in Freilingen am 27.05.18 hatte ich diesmal auf den ersten Metern komplett freie Beine und konnte Kilometer 1 tatsächlich in einer Pace von 3:56 Minuten bewältigen.  

Die Laufstrecke war wirklich schön und bot einen guten Wechsel zwischen Asphalt-, Schotter- und Waldweg gespickt mit einigen kleinen Anstiegen. Bei meiner Lieblingsdisziplin konnte ich erneut einige Mitstreiter einholen und wurde einem Athleten bei meinen „Überholmanöver“ sogar noch mit den Worten „Klasse Leistung! Hammer Laufarbeit“ angefeuert. Ganz großen Respekt und ein dickes Dankeschön dafür. Das ist der Grund warum ich diesen Sport so liebe! Einfach nur klasse der Ton und der Umgang untereinander.

Kurz vor Ende ging es durch ein Waldstück bergab, dann wechselte der Untergrund auf Rasen und es erfolgte der Einlauf am Sportplatz in Staudt.

Nach einer Gesamtheit von 1:04 h erreichte ich dann das Ziel und konnte mich letztendlich über Platz 25 in Gesamtwertung sowie den 1. In meiner Altersklasse M35 freuen.

Reiner holte sich mit seiner Zielzeit von 1:12 h ebenfalls den Sieg in seiner AK M65 und belegte Gesamtplatz 60.

Alles in allem ein toller und wunderschöner, und aus Sicht der „Basaltköppe“ ein äußerst erfolgreicher, Tag.

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